Fortbildungskonzept des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums in Wesseling

 

1.   Vorbemerkung

Das Fortbildungskonzept des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums richtet sich nach den Vorgaben des Schulministeriums NRW, insbesondere nach dem Schulgesetz (SchulG), dem sog. Grundlagenerlass (vgl. BASS 20-22, Nr. 8) sowie dem Budgetierungserlass (vgl. BASS 2ß0-22, Nr. 50.1).

Die Fortbildung von Lehrkräften ist wichtig für die dauerhafte Stärkung der Leistungsfähigkeit von Schulen und dient dazu, Lehrerinnen und Lehrern eine Erweiterung ihrer fachlichen, didaktischen und erzieherischen Kompetenz zu ermöglichen und die Unterrichtsentwicklung zu fördern. Somit ist ein vorrangiges Ziel von Fortbildung die Professionalisierung der Lehrkräfte und ihre Unterstützung für die sich ständig ändernden Anforderungen schulischer Arbeit.

2.   Fortbildung, Schulentwicklung und Schulprogramm

Die Fortbildung ist ein zentraler Bestandteil für die Schulentwicklung und unterstützt die Qualitätsentwicklung und –sicherung unseres Gymnasiums. Fortbildungsplanung ist somit ein wichtiges Instrument, um die Interessen, Kompetenzen und Fähigkeiten unserer Lehrkräfte zu erkennen, zu fördern und für die schulische Arbeit zu nutzen. Dabei dient die Fortbildung v.a. dazu, neue Entwicklungen und Anforderungen an Schule zu vermitteln und die Lehrkräfte bei der Umsetzung neuer Vorgaben und Maßnahmen zu begleiten und in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen. Die Erkenntnisse aus den Fortbildungsmaßnahmen fließen systematisch in die schulische Arbeit ein.

Die konkrete Fortbildungsplanung orientiert sich natürlich vorrangig an unserem Schulprogramm und den schulinternen Curricula und soll diese nach Möglichkeit weiterentwickeln. Darüber hinaus ist es wünschenswert, dass sie auch die individuellen Fortbildungsnotwendigkeiten unserer Lehrkräfte in den Blick nimmt.

Lehrerfortbildung wird dabei als ein kontinuierlicher Prozess verstanden, bei dem sich Angebot und Nachfrage flexibel verändern können. Deswegen wird auch ein zu langfristig festgelegtes, starres zeitliches Schema vermieden. Vielmehr sollen Schulleitung und Kollegium gemeinsam einmal im Schuljahr über aktuelle Fortbildungsbedürfnisse beraten können. Sie werden dabei am KKG von der Fortbildungskoordinatorin unterstützt.

Die Fortbildungsplanung stellt sicher, dass am KKG ein stetiger Austausch über Positionen und Ergebnisse der aktuellen Forschung statt findet.

 

3.   Strukturen der Lehrerfortbildung

Fortbildungen, die zur Weiterentwicklung von Unterricht, der Ausgestaltung des Schulprogramms und der Professionalisierung des  gesamten Kollegiums dienen, finden in der Regel schulintern statt.

Schulexterne Fortbildungen finden vorrangig bei Themenstellungen, die einzelne Lehrkräfte unserer Schule betreffen, statt, um spezielle Qualifikationen zu vermitteln. Ziel von externen Lehrerfortbildungen ist es auch, die Kooperation mit Lehrkräften anderer Schulen zu stärken.

Es gibt in der Regel drei Fortbildungsformen:

-  Fortbildungstage für das ganze Lehrerkollegium, welche in Absprache mit der Schulleitung von der Fortbildungskoordinatorin organisiert werden (sogen „Pädagogische Tage“, vgl. ADO, 11,4).

-  Fortbildungen in einzelnen Fachgruppen, welche von den Fachvorsitzenden organisiert werden. Die Fortbildungskoordinatorin kann beratend zur Seite stehen.

-     Fortbildungen einzelner Kollegen, die von der jeweiligen Lehrkraft selbst ausgesucht und in Absprache mit der Schulleitung besucht werden. Den Lehrkräften steht dazu in NRW ein breites Angebot zu staatlichen Fortbildungen zur Verfügung (www.suche.fortbildung.nrw.de; www.kompetenzteams.nrw.de). Bei fachspezifischen Fortbildungen sollte im Anschluss ein Bericht in der Fachkonferenz erfolgen.

Aus dem Fortbildungsetat der Schule sind vorrangig Reise- und Materialkosten für die Moderatorinnen und Moderatoren der Kompetenzteams und Honorarkosten für externe Referentinnen und Referenten zu begleichen.


 

4.   Schwerpunkte der Lehrerfortbildung

Die Fortbildungen an unserer Schule orientieren sich, wie bereits erläutert, vorrangig an unserem Schulprogramm und den Vorgaben zur Schulentwicklung des Ministeriums, wie z.B. die Ausgestaltung der neuen schulinternen Curricula.

Dabei stehen folgende Schwerpunkte im Fokus:

-      Unterrichtsentwicklung

-      individuelle Förderung

-      Standardsicherung

-      Erziehungsarbeit

-      Schulentwicklung

-      Professionalisierung der Lehrkräfte

Fortbildungsvorschläge können durch das Kollegium, Fachkonferenzen oder Einzelkolleginnen und –kollegen erfolgen. Jedoch ist zu beachten, dass neben individuellen Fortbildungswünschen, vor allem die verbindlichen Vorgaben der Schulbehörde im Blick behalten werden müssen. Gemäß der ADO (§11,4) ist einer der beiden Pädagogischen Tage  im Schuljahr in enger Abstimmung und im Einvernehmen mit der zuständigen schulfachlichen Aufsicht zu gestalten.

Die Schulleitung schlägt Themen vor, die sie für die Entwicklung des Schulprogramms für notwendig hält. Die Lehrerkonferenz entscheidet dann im Rahmen der aufgestellten Grundsätze über die Vorschläge.

 

4.1.      Übersicht über die Fortbildungstage in den letzten Schuljahren

 

-      Februar 2012:

Schwerpunkte: Schulentwicklung (Ausgestaltung des Schulprogramms), individuelle Förderung und Unterrichtsentwicklung

Individuelle Förderung am Carl-Fuhlrott Gymnasium in Wuppertal; Vorstellung des Konzepts durch zwei Kollegen; anschließend Bildung von Arbeitsgruppen, und Erarbeitung von Möglichkeiten zur Umsetzung der vorgestellten Konzepte am KKG 

 

-      Februar 2013:

Schwerpunkte: Unterrichtsentwicklung und Professionalisierung

Hausaufgaben- und Leistungskonzept des KKG

(perspektivisch: ständige Evaluation durch die Fachkonferenzen)

 

-      Juni 2013:

Schwerpunkt: Professionalisierung der Lehrkräfte

Vorstellung der Anforderungen der Qualitätsanalyse; Bestandsaufnahme bezüglich der Erfüllung der relevanten Kriterien am KKG; Formulierung von Zielen und Ausblick auf bevorstehende Aufgaben

 

-      Februar 2014:

Schwerpunkt: Schulentwicklung

Neufassung des Schulprogramms des KKG

 

-      Mai 2014:

Schwerpunkt: Standard- und kompetenzorientierte Unterrichtsentwicklung in den Fächern

Arbeit an den kompetenzorientierten Lehrplänen für die Sek II (EF)

 

-      Oktober 2014:

Schwerpunkte: Professionalisierung der Lehrkräfte, Erziehungsarbeit

Cybermobbing – Gefahren der Neuen Medien und Umgang mit Opfern und Tätern

 

-      Juni 2015:

Schwerpunkt: Standard- und kompetenzorientierte Unterrichtsentwicklung in den Fächern

Arbeit an den kompetenzorientierten Lehrplänen für die Sek II (Q1/2)

 

-      November 2015:

Schwerpunkte: Professionalisierung der Lehrkräfte, Erziehungsarbeit

Das Beratungskonzept am KKG / Classroom-Management mit Konflikt-Kultur

  

-      Januar 2016:

Schwerpunkte: Standard- und kompetenzorientierte Unterrichtsentwicklung in den Fächern, Schulentwicklung

Anpassung an G8 und Stabilisierung der Schülerzahlen (Alternative Modelle von Förderkonzepten; Fächerübergreifender Unterricht in der Sek. I)

 

 

4.2.      Ausblick

Mit Hilfe der zuständigen Kompetenzteams arbeiten wir an der Forderung der Anstrengungsbereitschaft unserer Lernenden in Verbindung mit einer Anpassung unseres Förderkonzeptes. Einer der nächsten Fortbildungstage wird sich demnach mit dem Thema „Gestaltung von Lernzeiten“ befassen.

Darüber hinaus arbeiten wir unter dem Großthema Schulentwicklung an Perspektiven für das Käthe Kollwitz Gymnasium, sowohl nach innen, als auch nach außen.

Perspektivisch sind Fortbildungen zum Thema Supervision (Professionalisierung) und den neuen Herausforderungen in der Elternarbeit (Professionalisierung, Erziehungsarbeit) angedacht.

 

 

5.   Zuständigkeiten

5.1.      Schulleitung

Fortbildung gehört zu den Führungs- und Leitungsaufgaben der Schulleitung.

Sie stellt sicher, dass: 

-      die Lehrkräfte von Fortbildungsmöglichkeiten erfahren und die Gelegenheit erhalten, an diesen teilzunehmen.

-      schulinterne Fortbildungen auf der Grundlage der Entwicklungsziele der Schule durchgeführt werden,

-     die Fragen zur Fortbildung  in der Schulkonferenz, der Lehrerkonferenz und der Fachkonferenzen beraten werden und Pädagogische Tage von der                Schulkonferenz verabschiedet werden.

Die Schulleiterin schlägt dem Lehrerkollegium in Absprache mit der Fortbildungskoordinatorin die Themen und Inhalte für die Pädagogischen Tage vor.

Die Schulleiterin genehmigt Fortbildungsanträge der Kolleginnen und Kollegen.

In enger Zusammenarbeit mit der Fortbildungskoordinatorin wird die Fortbildungsplanung unter Beachtung der in der Lehrerkonferenz beschlossenen Grundsätze vorbereitet.

5.2.      Fortbildungskoordinatorin

Die Fortbildungskoordinatorin

-      organisiert die Planung und Durchführung der Fortbildungstage

-      ermittelt den Fortbildungsbedarf des Lehrerkollegiums

-   bereitet gemeinsam mit der Schulleitung und der Schulsteuergruppe die jährliche Fortbildungsplanung vor

-      unterstützt Fachkonferenzen bzw. schulinterne Arbeitsgruppen in Fortbildungsfragen,

-      ist Ansprechpartnerin der Lehrkräfte für alle Fortbildungsfragen,

-      sammelt Informationen über Fortbildungsangebote und informiert das Lehrerkollegium,

-      dokumentiert die Fortbildungsarbeit der Schule.

-      perspektivisch: stellt den Fortbildungsetat auf und bewirtschaftet diesen.

 

5.3.      Schulkonferenz

Die Schulkonferenz kann das Lehrerkollegium in der Fortbildungsplanung beratend unterstützen und beschließt über die Durchführung ganztägiger Fortbildungen für das Lehrerkollegium („Pädagogische Tage“).

5.4.      Lehrerkonferenz

Die Lehrerkonferenz   berät in Absprache mit der Schulkonferenz über den Fortbildungsbedarf auf Grundlage der schulischen Entwicklungsziele und fasst Beschlüsse über die Durchführung schulinterner Lehrerfortbildungen.

 

5.5.      Fachkonferenz

Die Fachkonferenzen

-      beraten intern über den fachspezifischen Fortbildungsbedarf,

-      stellen die Teilnahme von Fachkonferenzmitgliedern an dienstlich angeordneten Fortbildungsveranstaltungen sicher,

-      informieren sich gegenseitig über die Fortbildungsergebnisse und tauschen Materialien aus.

 

6.   Bewirtschaftung des Fortbildungsetats

Wie alle Schulen in NRW, so erhält auch das KKG ein Fortbildungsbudget zur eigenständigen Bewirtschaftung. Die Höhe des Budgets richtet sich nach Anzahl der an der Schule hauptsächlich beschäftigten Lehrkräfte.

Die Schulleitung stellt unter Beteiligung der Fortbildungskoordinatorin den jährlichen Fortbildungsetat auf (§59 Abs. 5 Schulgesetz NRW). Die Schulkonferenz entscheidet gemäß §65 Abs. 2 Ziff. 17 abschließend über den Etat im Rahmen der Beratung des allgemeinen Schulhaushalts.

7.   Evaluation

Die durchgeführten Fortbildungsmaßnahmen sollen regelmäßig evaluiert werden.

Fortbildungsmaßnahmen, die das ganze Kollegium betreffen, werden auch von diesem evaluiert. Dafür gibt es in den Lehrerkonferenzen die Möglichkeit, Feedback zu der Umsetzung der Erkenntnisse aus den Fortbildungsmaßnahmen im schulischen Alltag zu geben.

In den Fachkonferenzen geschieht die Evaluation durch die Information der Fachkolleginnen und – kollegen über die Ergebnisse der Fortbildungen und die Weitergabe von relevanten Materialien.

 

8.   Ausblick

Es ist perspektivisch vorgesehen, dass die Fortbildungskoordinatorin die Bewirtschaftung des Fortbildungsetats übernimmt. Damit einher geht die Aufstellung von Grundsätzen der Kostenübernahme und der Bewilligung von Fortbildungsmaßnahmen.