Hausaufgabenkonzept
 

Durch die Schulzeitverkürzung ergibt sich besonderer Handlungsbedarf, Lernzeiten zu optimieren. Alle am Schulleben Beteiligten wünschen hier Transparenz. Die folgenden Vereinbarungen sollen dazu dienen, Lernen nachhaltig und individuell abzusichern und sind damit ein entscheidendes Instrument der Qualitätssicherung. Defizite im Bereich Hausaufgaben wirken sich immer negativ auf die Leistungsbewertung aus. Unser Konzept berücksichtigt den Hausaufgabenerlass in der Fassung vom 1.7.2012 sowie die Handreichungen des Schulministeriums NRW.

Dauer und Umfang der Hausaufgaben Die Dauer der Hausaufgaben richtet sich nach dem gültigen Erlass. Die Gesamtzeit der Hausaufgaben beträgt von Klasse 5-9 360 Minuten pro Woche (Klassen 5,6: 90 Minuten pro Tag minus ein Unterrichtsnachmittag, Klassen 7 bis 9: 120 Minuten pro Tag minus zwei Unterrichtsnachmittage). Die Schülerinnen und Schüler teilen ihre Hausaufgaben so ein, dass sie, auf die Schulwoche verteilt, die vorgesehene Arbeitszeit nicht überschreiten. Die im Erlass festgesetzte Arbeitszeit ist als Mittelwert der reinen, ununterbrochenen und konzentrierten Arbeitszeit zu verstehen. Individuelle Schwankungen sind möglich. In der Regel werden in den Kernfächern – auch entsprechend der Wochenstundenzahl – mehr Hausaufgaben aufgegeben als in den übrigen Fächern. Jede Fachkonferenz erarbeitet Empfehlungen, welche Schüleraktivitäten eher in den Unterricht als Schulaufgaben überführt werden sollen und welche Aufgabenstellungen als Hausaufgaben geeignet erscheinen.

Verpflichtender Charakter der Hausaufgaben

Hausaufgaben sind verpflichtend. Wird das Zeitvolumen des Hausaufgabenerlasses regelmäßig überschritten, so nehmen die Erziehungsberechtigten Rücksprache mit der Klassenleitung. Kann ein Schüler oder eine Schülerin etwa wegen Krankheit nicht am Unterricht teilnehmen, so ist er oder sie verpflichtet, sich nachhaltig bei seinen Lernpartnern zu informieren und dennoch die Hausaufgaben anzufertigen. Bei längerer Erkrankung wird das Nacharbeiten der versäumten Hausaufgaben nach Absprache mit der jeweiligen Lehrkraft in angemessener verkürzter Form abgesprochen. Werden Hausaufgaben aus anderen Gründen nicht angefertigt, müssen sie nachgemacht werden. Erscheint ein Schüler oder eine Schülerin mehrfach ohne Hausaufgaben, so werden die Erziehungsberechtigten benachrichtigt. Gegebenenfalls werden weitergehende Schritte vereinbart. Die Fachlehrkraft kann, um Leistungsdefizite zu verhindern, veranlassen, dass Hausaufgaben unter Aufsicht nachgearbeitet werden.

Unterstützungssysteme des KKG

Unser Gymnasium hält bereits ein breitgefächertes Unterstützungssystem vor.

  • Dazu zählt die weitgehende Organisation des Unterrichts in Doppelstunden. Dadurch wird es möglich, in verstärktem Maße Hausaufgaben zu Schulaufgaben zu überführen.
  • Unser Methodencurriculum, einsetzend in Klasse 5 und systematisch ausgebaut bis zur Sekundarstufe II, bietet den Lernenden Hilfen bei der Arbeitsorganisation und Durchführung der Hausaufgaben. Selbstständigkeit wird angelegt und ausgebaut.
  • Für Schüler, die individuelle Hilfe wünschen, steht die Unterstützung durch „Schüler helfen Schülern“ zur Verfügung.
  • Im Rahmen der Über-Mittag-Betreuung bieten wir sowohl „Hausaufgabenmodule“ als auch „Hausaufgabenbetreuung“ an.

 

Um Lernerfolg durch Hausaufgaben abzusichern, müssen Schüler, Lehrer und Eltern eng zusammenarbeiten.

 

Schülerinnen und Schüler

  • schreiben die Hausaufgaben, welche die Lehrkraft aufgibt, auf.
  • fertigen ihre Hausaufgaben regelmäßig und sorgfältig an.
  • suchen sich mehrere feste Hausaufgabenpartner, bei denen sie nachfragen, wenn sie nicht wissen, was aufgegeben wurde.
  • teilen sich ihre wöchentliche Arbeitszeit für jedes Fach sinnvoll ein und verbessern so auch ihr Zeitmanagement.
  • arbeiten versäumte Hausaufgaben nach.

Lehrerinnen und Lehrer

  • geben Hausaufgaben auf, die den Unterricht sinnvoll ergänzen und die strukturiert im Sinne bekannter Operatoren lösbar sind.
  • helfen, Hausaufgaben über die Woche sinnvoll einzuteilen (Hausaufgabenplan).
  • geben wertschätzende Rückmeldungen zu erledigten Hausaufgaben.
  • berücksichtigen die Empfehlungen der jeweiligen Fachkonferenzen über Hausaufgaben und Schulaufgaben.
  • arbeiten mit den Eltern zusammen und suchen mit ihnen nach Lösungen, wenn es Probleme gibt.

Eltern

  • stellen den organisatorisch notwendigen Rahmen für die Erledigung der Hausaufgaben zur Verfügung.
  • unterstützen ihre Söhne und Töchter so, dass sorgfältig und vollständig angefertigte Hausaufgaben entstehen.
  • vermitteln ihre Wertschätzung bei ansprechend angefertigte Hausaufgaben.