Musik am KKG - das bedeutet Musik machen, Musik hören, Musik reflektieren, über Mu­sik reden, Musik erfinden, Musik improvisieren, sich über Musik informieren oder schlicht Musik spielen, üben und präsentieren. Im Musikunterricht der Klassen 5 bis 12, im Klas­senverband oder Kleingruppen, in Arbeitsgemeinschaften, Schulband oder in Projekten, bei Proben oder Schulkonzerten in und außerhalb der Schule, in Zusammenarbeit mit anderen Kursen und Arbeitsgemeinschaften oder einfach solistisch, während des Unter­richts oder danach.

Zur Verfügung stehen uns dazu am KKG ein eigener voll- und bestausgestatteter Mu­siktrakt (in unmittelbarer Nachbarschaft zum Oktogon, der Aula des Schulzentrums) be­stehend aus zwei Unterrichtsräumen und großem Materialraum mit Instrumenten­sammlung, Medien-, Noten- und Partitursammlung, Fachbibliothek, professionellen Ab­spiel- und Aufnahmegeräten, ruhigen Arbeits- und Übungsplätzen und vor allem der Möglichkeit, zu jeder Tageszeit Musik machen und abspielen zu können und zu dürfen.

Der reguläre Musikunterricht ab Klasse 5 baut dabei auf der fachlichen und erzieheri­schen Arbeit der Grundschule auf und führt die Schülerinnen und Schüler im Kontext der anderen Fächer in einem achtjährigen Bildungsgang zur allgemeinen Hochschulreife. Wir stellen uns von Beginn an die Aufgabe, unsere Schülerinnen und Schüler dazu zu erziehen, der Musik auf­merksam zuzuhören, sich ihr nachdenklich zuzuwenden und ihren Ausdrucksgehalt wahrzunehmen. Vor allem bei der handlungs- und erlebnisorientierten Beschäftigung mit Musik sollen unsere Schülerinnen und Schüler etwas über sich selbst erfahren und Ori­entierungen gewinnen. Unser Unterricht soll ihnen vermitteln, wie sie selbst Musik ma­chen und damit das eigene Ausdrucksvermögen entwickeln können.

Das KKG ist für die Schülerinnen und Schüler ein Teil ihres Lebens und vollzieht sich auch im Fach Musik in schulischen Aktivitäten, die über den Unterricht hinausgehen. Eine lange Tradition am KKG haben daher die beiden großen und für alle Schüler und Eltern offenen Schulkonzerte, jeweils zum Ende eines Schulhalbjahres, also kurz vor den Weihnachts- und den Sommerferien. Hier präsentieren Musikklassen und Arbeits­gemeinschaften, Bands und Instrumentalensembles aus Schülern und Lehrern, heraus­ragende Solisten oder Chöre ihre Arbeiten aus Unterricht, Arbeitsgemeinschaften und Schulprojekten.

Zwar vollzieht sich Schulleben in erster Linie im Unterricht, aber das Musikleben in den Schulkonzerten und anderen öffentlichen oder klasseninternen Präsentationen steht dazu nicht im Gegensatz. Vielmehr befinden sich diese Veranstaltungsformen in engem Wechselverhältnis zum Unterricht, den ihm zugrunde liegenden Erziehungszielen und stellt darüber hinaus die ganze Schule in einen breiteren Kontext des kulturellen Le­bens.

In der Regel betreut jeder Kollege eine musikalische und klassenübergreifende Arbeits­gemeinschaft, deren Inhalt sich an den Wünschen und dem Leistungsstand der teilneh­menden Schülerinnen und Schüler orientiert. Die Teilnahme ist freiwillig und geschieht ohne Leistungs- oder Zensurendruck. Zurzeit gibt es eine Band-AG, die sich jeweils montags in der 60-Minuten-Mittagspause zum Proben trifft, sowie ein großes Musical-Projekt (mit eigener Musical-AG) in Zusammenarbeit mit der Theater-AG. Darüber hin­aus häufen sich besonders vor den beiden Schulkonzerten Arbeits- und Projektphasen mit kleineren Instrumental- und Gesangsensembles, die i.d.R. während der musikali­schen Arbeit eines laufenden Schulhalbjahres entstehen. Die dreistündigen Oberstufen­kurse treten auf jedem Schulkonzert geschlossen mit im Unterricht erarbeiteten Darbie­tungen auf.

Wir nehmen die zum Teil bereits sehr ausgeprägten und langjährigen musikalischen Vorlieben und Erfahrungen unserer Schülerinnen und Schüler im Umgang mit Musik sehr ernst, versuchen sie im Unterricht aufzugreifen und zu erweitern - wir stellen uns die Aufgabe, ihnen musikalische Grundkenntnisse zu vermitteln und in vielerlei Hinsicht neue Erfahrungen zu öffnen. Dazu gehören als gymnasiale Aufgabe auch die Vermitt­lung wissenschaftlicher Erkenntnisse und das Heranführen an wissenschaftliche Verfah­ren. Dabei agieren wir auf dem spannungsreichen Feld zwischen den Erfahrungen und Bedürfnissen der Schüler und Schülerinnen und den gesellschaftlichen Ansprüchen, in denen neben der Behandlung von Themen aus ihrer Welt auch die Vermittlung eines tradierten kulturellen Repertoires an die nachwachsende Generation erwartet wird.

Daher stellen wir uns der Aufgabe, die aus der Tradition unserer Kultur kommende Mu­sik und die Musik der Avantgarde den Schülerinnen und Schülern nahe zu bringen, um historisch-kulturelle Identität zu stärken, das gemeinsame Musizieren anzuregen und Toleranz und Neugierverhalten gegenüber Musik anderer Kulturen zu vermitteln.

Um das Gleichgewicht zwischen Rationalität und Emotionalität zu wahren, gehört die Vermittlung wissenschaftspropädeutischen Lernens als eine Möglichkeit der Vertiefung des ästhetischen Verstehens zu den uns gestellten Aufgaben des Musikunterrichts auch unter Einbezug neuer Medien. Dazu ermutigen wir, Phantasie zu entwickeln, indem un­sere Schülerinnen und Schüler in Unterricht, Projekten und Arbeitsgemeinschaften durch Finden und konsequentes Ausarbeiten eigener Ordnungen oder durch Umwand­lung bestehender Muster Musik selbst hervorbringen.

Zur Verfügung steht uns am KKG dazu für ein breit angelegtes Instrumentarium an Mu­sikinstrumenten für alle Schüler und Schülerinnen, das ständig erweitert und intakt gehalten wird. Dazu gehören vor allem eine Anlage aus 16 Keyboards, eine vollständige Band-Ausstattung mit Gesangsanlage für die Rock- und Popmusik, Schlaginstrumente und Metallophone für jedes Mitglied einer Schulklasse oder klassische Ensembleinstru­mente (Violinen, Cello, Kontrabass, Oboe, Trompeten, Akkordeon, Gitarren u.v.a.m.) Für methodisch enger am Lerntempo und -vermögen ausgerichteten Fachunterricht (etwa in Gruppen-/Stations- oder Partnerarbeit) stehen für jede Musikklasse darüber hinaus etwa 20 transportable Abhöranlagen und Kopfhörer für digitale Tonträger aller Art zur Verfügung.